Julius-Motteler-Gymnasium Crimmitschau - 2013 - Pension Schöller

„Pension Schöller“ erntet wahren Beifallssturm

Aufführungsrechte beim Verlag Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin
Philipp (Nico Holfeld) und Alfred (Fabian Wilde) Klapproth, Kießling (Toni Schulze) Tanzgruppe

Das neue Musiktheaterprojekt des Gymnasiums um eine angebliche Irrenanstalt stellt alle bisherigen Aufführungen in den Schatten.
„Das war das Beste, was die Truppe bisher geboten hat!“ Diese Aussage der ehemaligen Schüler Stefanie Seifert und Erik Müller steht exemplarisch für den Eindruck, den das Publikum des ausverkauften Theaters von der Premierenvorstellung des Schwanks „Pension Schöller“, einer Verwechslungskomödie um eine angebliche Irrenanstalt, mit nach Hause nahm. Und tatsächlich: wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, das Gymnasium sei ein musisches und keins mit vertiefter mathematischer Ausbildung. Mit beeindruckender Kontinuität bringen die Schüler nun schon seit Jahren Musiktheaterprojekte auf konstant höchstem Niveau auf die Bühne. Und verstehen es immer wieder, beim nächsten Stück noch „eine Schippe draufzulegen“. Perfekt choreografiert bis in die kleinste Bewegung des letzten Statisten und das nebensächlichste Detail des Bühnenbildes bot das Stück eine einzigartige Show für Auge und Ohr – dank der hervorragenden Arbeit der ehemaligen Schüler Uta Dietl (Manuskript und Szenenstudium) und

Chor Kaffekränzchen

Kai Schweiger (Regie) sowie unserer Lehrerin Petra Schweiger, die in bewährter Art und Weise die Gesamtleitung inne hatte. Aber das alles wurde noch getoppt durch das, was die Schauspieler, Sänger und Tänzer, aber auch die Musiker aus den Vorgaben machten. Jeder einzelne Mime holte aus seiner Rolle das Maximum heraus. Schon bei der Auswahl ihrer Rollen bewiesen die Schüler ein gutes Händchen. Mit Nico Holfeld in der Hauptrolle des Pensionärs Philipp Klapproth litt das Publikum förmlich mit auf seiner Achterbahnfahrt der Gefühle, die ihn am Ende beinahe selbst um den Verstand bringt – welch eine Dramödie! Überragend auch Sarah Graupner als überdrehte Schriftstellerin Josephine Zillerthal mit schriller Stimme und  passender „Windstoßfrisur“ (Hochachtung für die Damen des Friseursalons Katja Held!). Einzigartig auch, wie sich Toni Schulze als Kumpel von Klapproths Neffe Alfred (wunderbar „zögerlich“: Fabian Wilde) wieder wie im letzten Jahr mit seiner flapsigen Art  in die Herzen des Publikums spielte. Die wohl schwierigste Rolle bekam Vicky Lampert (Abitur 2012): sie spielt den „verkannten“ Schauspieler Eugen Rümpel, der einen Sprachfehler hat und kein „L“ sprechen kann (und stattdessen immer das „N“ einsetzt: „Romeo und Junia – das ist eine tonne Ronne!“). Versuchen Sie einmal, über einen längeren Zeitraum konsequent falsch zu reden! Als genialer Griff bei der Besetzung erwies sich auch Kristof Tomasz, der im „wahren“ Leben eigentlich sehr zurückhaltend ist, der aber dank seines (echten) ungarischen Akzentes (und seines Taktstockes) seinem pensionierten Musikdirektor Schöller eine unübertroffene (KuK-) Authentizität verlieh.

Bernhardy (Ina Birnstock) und seine Angebetete (Lisa Franke) Klapproth, seine Schwester (Julia Kunert; mit „Schoßhund“) und deren Tochter (Saskia Graupner)

Lohnenswert war es auch, sich immer mal wieder den vielen Nebenhandlungen auf der Bühne zu widmen. Beeindruckend schon allein war beispielsweise das Mienenspiel von Saskia Graupner (Ida, Tochter von Klapproths Schwester), als sie sich an der Tasse heißen Tees den Mund verbrennt. Und wenn dann der Möchtegern-Großwildjäger Professor Bernhardy (mit überzeugender Naivität gespielt von Ina Birnstock) seiner Angebeteten als „Jagdtrophäe“ eine riesige Plüschkuh zu Füßen legt, dann hat er (sie) das amüsierte Publikum ganz auf seiner (ihrer) Seite. Selbst ein kleiner Stoffhund, den Klapproths Schwester an einem Seil mehr oder weniger gekonnt hinter sich her zieht, erregt bei jedem seiner „Auftritte“ Heiterkeit. Wie überhaupt die Ausstattung einen großen Teil des Erfolgs ausmacht. Wieder einmal beweist es sich, dass weniger manchmal mehr ist. Zwei frei im Raum auf Stufen stehende Türen sind neben ein paar sparsam eingesetzten Möbelstücken der einzige Hingucker und lassen der Fantasie der Zuschauer, aber auch dem Spiel der Akteure viel Freiraum.

Auftritt von Ludwig Schöller, pensionierter Musikdirektor (Kristof Tomasz) Schauspieler (1)

Noch stärker zum Charakter und zum Gelingen des Stückes trägt die Musik bei. Sie ist schon seit Jahren das Markenzeichen der Aufführungen des Theaterprojektes: die (eigentlich nicht zum Stück gehörende, aber) passend zur Handlung ausgewählte, von den Schülern live gespielte und gesungene und von Tanzeinlagen ergänzte Musik. Sie begleitet die Handlung, wenn beispielsweise zu Beginn des dritten Aktes der Beatles-Titel „Here Comes The Sun“ den neuen Tag einläutet, oder unterstützt sie, wenn jeder Auftritt des Majors a.D. Gröber (Daniel Röseler, erinnerte mit seinen Posen und seinem Befehlston an die Militaristen-Opas aus Loriots „Familie Hoppenstedt“ oder aus „Klimbim“) mit einer Themamelodie („In The Navy“ von Village People) angekündigt wird. Wie die Sänger neben ihrer eigentlichen Aufgabe auch wieder die Statistenrollen übernehmen (immer passend zur Szene gekleidet) und sich auch gekonnt „einmischen“, wenn sie jede Kaffee&Kuchen-Bestellung des Damentrios mit „Aber bitte mit Sahne!“ kommentieren.

Absoluter Höhepunkt des Stückes ist die Schlussszene, in der schließlich alle Sparten zusammengeführt werden, als Schauspieler, Sänger, Tänzer mit dem in „Oh Klapproth“ umgeschriebenen „Oh Jonny“ von Jan Delay gemeinsam singend und tanzend die Bühne rocken und damit das Publikum zu einem wahren Beifallssturm verführen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Christoph Scholtz für die Leitung des Chors, Kai Schweiger und Tobias Hula für die Leitung der Band und Ute Schmidt und Laura Fischer für die Leitung der Tanzgruppe und die Choreografien. 

Band

Schauspieler nach der Vorstellung

Chor

 

 

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Theater 2013 - Pension Schoeller

 

Alles in allem eine perfekte Vorstellung, in die 65 Schülerinnen und Schüler viel Arbeit gesteckt haben, die sich aber gelohnt hat, wie die Reaktionen der Gäste des Abends beweisen. 

L. Hanzig

 

 

Manuskript und Szenenstudium:   Uta Dietl  
Regie:                                           Kai Schweiger

Die Figuren und ihre Darsteller waren:

Phillip Klapproth   Nico Holfeld
Ulrike Sprosser,
Klapproths Schwester
  Julia Kunert
Ida, Tochter   Saskia Graupner
Franziska,  Tochter   Lisa Franke
Alfred, Klapproths Neffe   Fabian Wilde
Ernst Kießling, Alfreds Kumpel   Toni Schulze
Prof. Berhardy   Ina Birnstock
Josephine Zillerthal, Schriftstellerin   Sarah Graupner
Schöller, pensionierter Musikdirektor   Kristof Tomasz
Eugen Rümpel, Schöllers Neffe   Vicky Lampert
Amalie Pfeiffer, Schöllers Schwägerin   Julia Kreische
Friedericke, Amalies Tochter   Mandy Müller
Gröber, Major a.D.   Daniel Röseler
Hans, Kellner   Luisa Becker
Bardame   Hannah Theuring

Es sangen: Anna Leupold, Jennifer Heuschneider*, Sarah Fleischer,  Anne Cramer *, Ellen Schulze, Hannah Theuring*, Annemarie Bär, 
Julia Kreische*, Jonas Kühni, Barbara Szilagy*,  Lena Pick*, Julius Donath-Franke, Carmen Raabs, Leonore Claes, Max Köhler*,
Cindy Stenzel, Lisa Vizal, Timon Leupold, Deborah Adler*, Maike Wilde, Alexander Fritsche, Melanie Leupold, Miriam Haugner*    

*(Sologesang)

Leitung und Arrangements:  Christoph Scholtz

   

Es spielten: Tobias Hula (Bandleiter, Schlagzeug), Raphael Geißen (Percussions),  Iris Schaller (Klavier), Lisa Sporbert (Hammond Orgel, Rhodes), Antje Schuschies (Geige), Tina Liebernickel (Bratsche),  Klemens Gotter (E-Bass), Mathias Schenkel (E-Gitarre),  Max Reichenbach (Alt-Saxophon), Rebecca Buchhardt (Alt-Saxophon), Sophia Schwabe (Tenorsaxophon), Christina Lindner (Querflöte),  Jonas Fritsche (Bariton)

Live-Arrangements und musikalische Leitung: Kai Schweiger

Es tanzten: Laura  Fischer  Laura Schlaeger  Julia Schumann Jessica Schlegel  Sarah Raphael  Madeleine Schlagowsky, Laura Straßburg, Elisabeth Bär, Juliane Näser, Elisabeth Fülle   

Choreografie:  Laura Fischer, Ute Schmidt Leitung:  Ute Schmidt

Bühnenbild: Kai Schweiger  

Licht und Technik: Stefan Opalinski
Licht- und Bühnenassistenten: Philip Köhler, Duc Anh Huynh

Ton: Robert Nitzel   
Plakat und Programmheft: Lutz  Hanzig   

Frisuren: Friseursalon Katja Held


Einlass und Garderobe: Nadine Simon, Jennifer Wich, Marie-Luise Walther, Denise Kohl, Michelle Voigt, Luisa Gruner, Nicole Hager, Anja Schreck

Gesamtleitung des Projektes: Petra Schweiger

Für die Unterstützung unseres Projektes bedanken wir uns ganz herzlich bei:

Herrn Stefan Opalinski, technischer Leiter des Theaters Crimmitschau, Frau Uta Dietl und Herrn Robert Nitzel, Herrn Christoph Scholtz und Herrn Kai Schweiger, Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, dem Förderverein des Julius-Motteler-Gymnasiums, insbesondere bei der stellvertretenden Vorsitzenden Frau Ilse Sommer, der Stadtverwaltung Crimmitschau und den Mitarbeitern des Theaters, Frau Birgit Henck, Sächsische Bildungsagentur Zwickau, Herrn Mario Gafron, GTA Koordinator, Frau Sabine Semmler, Julius-Motteler-Gymnasium Crimmitschau, Herrn Wilfried Kißhauer und Herrn Lutz Müller, Hausmeister des Julius-Motteler-Gymnasiums, Herrn Michael Hula, Klima- und Kältetechnik Hula, Neukirchen Herrn Stephan Theuring, Crimmitschau, Herrn Andreas Bayer, Crimmitschau, und der AGJM, Bistum Dresden/Meißen, den Mitarbeitern des Piusheims der katholischen St. Franziskus Gemeinde Crimmitschau, A&V Gebrauchtmöbel Crimmitschau, den Mitarbeitern der Gaststätte „Forsthaus“ Crimmitschau.

Unser besonderer Dank gilt unseren Sponsoren, die einen entscheidenden Beitrag zur Finanzierung des Projektes leisteten:

  • Friseursalon Katja Held
  • Deutsche Bank Investment & FinanzCenter Crimmitschau
  • Sparkasse Zwickau
  • Volksbank Chemnitz
  • VSW Verbundwerke Südwestsachsen
  • Gottsmann Zimmerei und Trockenbau, Crimmitschau
  • Michael Hula, Klima- und Kältetechnik Hula, Neukirchen 
  • Erdi’s Blumenlädchen, Neukirchen
  • Bäckerei Matthias Rackwitz, Crimmitschau
   

Julius - unser Schulmaskottchen

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