Julius-Motteler-Gymnasium Crimmitschau - Deutschland

Partnergymnasium Forchheim

Auseinandersetzung  mit Ost-West-Unterschieden
Jugendliche konfrontiert mit der Wiedervereinigungs-Problematik

  • Ist Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands noch immer deutlich ein „OST“ und ein „WEST“ zu spüren?
  • Merken die Jugendlichen diesen Konflikt und wie gehen sie damit um? Haben sie im Alltag damit zu kämpfen?

All diese Fragen sollten auf der Fahrt von Schülern, der 10. Klasse des Gymnasiums Crimmitschau und des Herder-Gymnasiums Forchheim besprochen werden. Diskussionen und Gesprächsrunden waren vorgesehen und eine Auseinandersetzung mit diesen Themen sollte stattfinden.
Schon am Dienstagabend, dem 29.1.2008, setzten sich die Schüler aus beiden Orten mit dem Thema „Der Landkreis Forchheim und die Wiedervereinigung“  auseinander und verfolgten interessiert und Fragen stellend einen Vortrag des Landrates Herrn Glauber. Beim darauf folgenden Büffet gab es für alle die Möglichkeit, sich untereinander kennen zu lernen.
Am Mittwoch, dem 30.1., fuhren alle gemeinsam mit dem Bus nach München in die Bayrische Staatskanzlei und beschäftigten sich schon während der Fahrt mit entsprechenden politischen Fragen.

Es erwarteten die Austauschschüler Vorträge rund um die Themen „Aktivitäten in den Bundesstaaten Bayern und Sachsen“ sowie „Die europäische Einigung“. Nach Verköstigung in der Kantine folgten ein sehr informativer Vortrag einer „Ghostwriterin“, die die Reden für bayerische Politiker entwirft, sowie eine Führung durch die Staatskanzlei selbst.
Nach der Rückkunft um 20 Uhr gestalteten die Schüler ihre verbleibende Freizeit selbstständig und trafen sich alle am nächsten Morgen vor der Schule, um endlich den Unterricht ihrer Gastschule kennen zu lernen und um eventuelle Unterschiede im Schulsystem ausfindig zu machen.
Die darauf folgenden Gesprächsrunden mit Zeitzeugen, die über ihre Erfahrungen über die „Aufnahme“ im Westen berichteten, bot noch ein letztes Mal Stoff zu Diskussionen und Fragen.
Insgesamt war dies für alle Beteiligten eine sehr positive und interessante Erfahrung, einen Einblick in die noch immer vorhanden Unterschiede vom Osten und Westen zu erhalten.
Dennoch muss man sagen, dass Deutschland wieder zu einer Einheit wird. Der am Austausch teilnehmende Schüler Paul Berschick berichtet von einem Gespräch mit einem Forchheimer Schüler: „Nach der letzten Diskussionsrunde unterhielten wir uns und waren beide der Meinung, dass dieses Ossi-Wessi-Denken überholt ist.“ Die meisten Vorurteile würden nicht zutreffen, denn ein Jugendlicher aus Bayern unterscheide sich kaum von einem aus Sachsen. „Höchstens durch den Dialekt“ fügte er hinzu. 
Im Juli erwarten die Crimmitschauer ihre Freunde aus Forchheim zu einem Besuch in Sachsen.

Autoren:  Hauptteil von Linda Dudacy
  Rest von Paul Berschick

Austausch 2010

Wir Schüler der 10.Klassen durften 13 Schülerinnen aus Forchheim für 3 Tage im Februar 2010  begrüßen, die hierher kamen, um Ostdeutschland kennen zu lernen. Nach der Ankunft, einer Stärkung und einer kleinen „Vorstellungsrunde“ stellte uns Herr Meusel, früher Mitglied des Königswalder Friedensseminars, die Geschehnisse um die Wende  in unserer Region vor.
Am Dienstag fuhren wir mit dem Zug nach Leipzig. Zuerst besuchten wir das Zeitgeschichtliche Forum, ein Museum. Dabei erfuhren wir viel über das Leben in der DDR, über die Stasi  und die  Versuche, dem SED-Regime zu entkommen. Nach einer kurzen Pause ging es zur Nikolaikirche. Der ehemalige Pfarrer dieser für die friedliche Revolution in Leipzig und in der DDR  so wichtigen Kirche, Herr Führer, berichtete sehr lebendig und beeindruckend, welche Bedeutung seine  Kirche in der Zeit spielte.
Beide Abende verbrachten wir zusammen in einer großen Gruppe in Crimmitschau und alle hatten viel Spaß. Jeder verstand sich blendend mit seiner Gastschülerin, Ost-West-Probleme gab es keine.
An dem letzten Tag besuchte uns Herr Hamburger, der ehemalige Landtagsabgeordnete, der uns seine Erlebnisse vor allen in der Zeit nach dem Mauerfall näher brachte. Er war damals als Landrat tätig. 
Nach 2 Tagen voller neuer Erkenntnisse, die unsere Geschichtskenntnisse illustrierten, und auch viel Spaß mussten wir Abschied nehmen. Doch wir freuen uns riesig auf den Juni, um Franken zu erkunden.
Julia Püschmann 10c

   
© Julius-Motteler-Gymnasium 2012-2016